Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion (WSR), also das Kappen der Zahnwurzel, ist oftmals der letzte Rettungsversuch für einen Zahn, bei dem die Wurzelkanäle bereits behandelt wurden (siehe Wurzelkanalbehandlung) und welcher trotz Wurzelfüllung schmerzhaft oder röntgenologisch auffällig bleibt. Bei diesem Eingriff handelt es sich um eine zahnchirurgische Operation.

Denn anders als bei der Wurzelkanalbehandlung, die „klassisch“ von oben, also durch die Zahnkrone hindurch vorgenommen wird, erfolgt die Wurzelspitzenresektion, die auch Wurzelspitzenamputation genannt wird, von außen durch den Kieferknochen hindurch. Dieser wird in Höhe des betroffenen Zahnes in einem minimalen Ansatz aufgebohrt, um von diesem Punkt durch den Knochen zum betroffenen Kanalsystem und Gewebe vorzudringen. Im Folgenden wird dann sowohl die Wurzelspitze selbst, als auch das entzündete oder zystische Gewebe um diese Wurzelspitze herum entfernt. In Abhängig von der Defektgröße im Kiefer, können zudem künstliche Knochenersatzmaterialien als Füllstoffe zum Einsatz kommen.

Die Erfolgsaussichten einer Wurzelspitzenresektion sind, sofern die Indikation richtig gestellt wird, gut. Daher sollte die Durchführung auch bei einem hierauf spezialisierten Oralchirurgen durchgeführt werden.

Dr. Tobias Günther von der Zahnärztlichen Praxisgemeinschaft Kampnagel bespricht in einem solchen Falle, bei dem das Kappen der Zahnwurzel als letzter Ausweg für einen schmerzfreien Zahn gesehen wird, in einem Aufklärungsgespräch das Vorgehen, geht auf die Risiken ein und zeigt mögliche Alternativen auf.

Unter Umständen wird zu einer herkömmlichen Panoramaschichtaufnahme zudem eine Digitale Volumen Tomographie (DVT) erforderlich, die weiteren Aufschluss über Durchführung und Notwendigkeit geben kann.